5 Gründe, warum Dein Projekt eine User Story Map braucht

User Story Mapping hilft dabei, Storys zu übergeordneten Epics zuzuordnen und so einen besseren Überblick über das Projekt zu geben. Dadurch ist nicht nur das Backlog besser sortiert, sondern auch die Releaseplanung vereinfacht. 

Baue das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt – das ist eine der zentralen Herausforderungen der agilen Software-Entwicklung.
Product Owner, Product Manager und schließlich die Entwicklungs-Teams sehen sich alltäglich mit nicht enden wollenden Aufgaben konfrontiert: Setz doch noch diese Story um! Können wir dieses Feature in das Release packen? Schafft ihr das noch in diesem Sprint?

Selbst wenn die/der Scrum Master*in das Team auf die höchste Performance-Stufe hebt, kann ein schlecht verwaltetes Product Backlog den Erfolg des Projekts gefährden. Wie also an dem Product Backlog vorbeikommen, das meistens eine lange (hoffentlich priorisierte) Liste ist?

Mit einer User Story Map! Wenn einer dieser fünf Gründe auf dein Projekt zutrifft, ist es Zeit für eine Runde User Story Mapping.

Was ist eigentlich eine User Story Map?

Es ist ziemlich simpel: Alle Tickets, Issues und Aufgaben werden in einer großen Landkarte visualisiert. Die großen Themen (oftmals als Features und Epics bezeichnet) kommen ganz oben auf die Map und laufen von links nach rechts. Darunter kommen kleinere Aufgaben (z.B. Storys). Die Spalten stellen Versionen oder Releases dar.

So kannst du mit deinem Team leicht feststellen und festlegen, welche Aufgaben sinnvoll in welches Release passen. Eine Möglichkeit ist alle Aufgaben auszudrucken bzw. aufzuschreiben und an eine Wand zu hängen; auch gibt es hierfür digitale Lösungen.

Von der langen, chaotischen Liste zur übersichtlichen Map

In deinem Product Backlog hast Du mehr Items als Code-Zeilen? Mit Glück sind die ersten fünf Storys in der richtigen Reihenfolge? Und was ganz unten steht, willst Du Dir gar nicht erst anschauen?

Dann ist es Zeit, Transparenz zu schaffen und dem Backlog ins Gesicht zu sehen: Erstelle eine User Story Map, die alle Items aus dem Backlog beinhaltet. Egal wie alt, egal wie groß, rein damit!

What now?

Dein Team muss wissen, was im Backlog ist

Mit Glück hat Dein Team Ahnung vom Sprint Backlog und weiß in etwa, an was die anderen Kolleg*innen arbeiten? Planung und Refinement sind Team-Aufgaben und deswegen sollte auch Dein Team wissen, was in den nächsten Sprints auf sie zukommt. Darüber hinaus: Was ist die Idee vom Produkt, das Ziel des Ganzen? Sind die Team-Mitglieder planlos? Wenn das der Fall ist, verschafft euch gemeinsam eine Übersicht und nutzt das Wissen aller Team-Mitglieder, das Produkt und die Planung voranzubringen.

Deine Stakeholder verstehen nicht, wie das Projekt läuft

Setzen die Stakeholder der/dem Product Owner*in die Pistole auf die Brust und verlangen Releases, Updates und Features? Oder zucken sie in der Review nur mit den Schultern, weil sie gar nicht wissen, was sie wollen?

Mit einer User Story Map kannst Du deinen Stakeholdern zeigen, wo das Projekt gerade steht und was der Plan ist. Was ist schon geschafft, was steht noch auf dem Plan, wann soll was passieren? Agiles Arbeiten heißt nicht planlos zu arbeiten. Ganz im Gegenteil!

Mondphasen

Deine Release-Planung orientiert sich am Mondkalender

Jetzt nicht ablenken lassen: Wenn Vollmond ist, ist Sprint Planning. Laut Scrum Guide dauert ja ein Sprint 4 Wochen (maximal) und der Mondzyklus in etwa auch, also…

Es gibt tatsächlich bessere Methoden für eine kluge Planung: Nutze die User Story Map um sinnvolle Releases zu erstellen. Besprich mit dem Team die Aufwände, Schätzungen und überlegt euch, welche Storys ihr welchem Release zuordnen könnt.

Alle arbeiten remote, sogar Deine Post-It-Zettel

Was kann ich nach 2 Jahren im Home Office sagen? Online geht alles. Und vieles auch besser! Du kannst etwa Dein Issue Tracking Tool mit cleveren Whiteboard Tools verbinden (z.B. Jira mit Miro) oder Dir das richtige Add-On holen.

Dann ist Deine User Story Map sicher vor abgefallenen Zetteln, Fehlern beim Abschreiben und du sparst Dir Arbeit, wenn du alles an einem digitalen Ort hast.

Also leg die Füße hoch, lade dein Team ein und macht eine User Story Map, die das Herz von Deinem Projekt zum schlagen bringen wird! Aber keine Sorge: Du kannst jederzeit Deine gebrauchten Kaugummis in die Papier-Post-Its wickeln, die Du noch in der Schublade hast.

Links zu Buch und Blogpost

Autorin 

Nina Raabe
Scrum Masterin