Geheimnisse erfolgreicher Arbeit: Zuhören statt Reden

Du möchtest Menschen für Dich gewinnen? Dann hilft Zuhören, weniger Reden.
Als Faustregel: Dein Redeanteil sollte maximal 30% betragen.
Die folgenden Schritte geben einen Einblick in die Thematik.

Leg Deine Arbeit weg und höre nur zu

Die Person, mit der Du sprichts, verdient Deine ungeteilte Aufmerksamkeit. No-Gos sind paralleles Bedienen von Smartphone oder Notebook. Redezwang ist hier fehl am Platz. Du möchtest zuhören, um Deinen Gesprächspartner zu verstehen. Also nimm Dir Zeit dafür.

Unterbrechungen sind ein No-Go, verbal wie mimisch oder gestisch

Zustimmung durch Nicken ist nett, aber übertreibe es mit Deiner Mimik nicht all zu sehr. Denn auch non-verbale Kommunikation ist ein Störfaktor, nicht nur das gesprochene Wort.

Aktives Zuhören

Das ist zusammengefasst eine bewusste, gefühlsbezogene Rückmeldung bei einer zwischenmenschlichen Interaktion. Aber wie hilft Dir das im Beruf, also welche Vorteile generiert man hierdurch?

  • Zeitgewinn. Wenn Du Rückfragen stellst, Dir das Gehörte effektiver merken möchtest oder das Gesagte reflektieren möchtest, verschafft Dir aktives Zuhören wertvolle Zeit.

  • Sympathiegewinn. Aktives Zuhören zeigt Deinem Gegenüber, dass Du zuhörst und zeigst hierdurch Anteilnahme und Wertschätzung.

  • Wissensaufbau. Du bleibst wach und merkst Dir Fakten und den Kontext nachhaltiger.

  • Fehlerreduktion durch Kontrolle. Du reduzierst viele Fehler und Missverständnisse, da Du exakt hinhörst und mehrdeutige, oberflächliche oder unzureichende Aussagen hinterfragst.

Das „aktive Zuhören ist über den therapeutischen Kontext hinaus von großer Bedeutung zur Verbesserung auch der tagtäglichen zwischenmenschlichen Kommunikation. Es wäre viel gewonnen, wenn der Empfänger – bevor er seinen „eigenen Senf“ dazu gibt – zunächst einmal in der Lage wäre, sich präzise in die Welt des anderen einzufühlen und diese Welt gleichsam mit dessen Augen zu sehen (Empathie).“
- Schulz von Thun, Friedmann (2010): Miteinander reden: Störungen und Klärungen. Psychologie der zwischenmenschlichen Kommunikation. 48. Aufl., Reinbek bei Hamburg. S. 58

Viel Spaß beim Zuhören.