Sketchnotes

„Das bisschen Malen“ oder „Wie Sketchnotes unser Arbeitsleben verändern“ 

Wer kennt sie nicht, die lustigen Bikablo-Männchen, die sich auf jeder Flipchart, in jedem Workshop finden. Doch diejenigen, die sich bereits an der Gestaltung einer Flipcharts ausprobiert haben, womöglich auch spontan während eines Workshops, mussten vielleicht schon öfter feststellen, dass es nicht immer so einfach ist.

Sketchnotes, also die Visualisierung durch Kombination von Bildern und Wörtern, sind eine Kunst für sich. Dennoch lohnt es sich, sich eingehender damit zu beschäftigen. Ansprechend gestaltete Plakate und Folien schenken doch jedem Workshop einen gewissen Mehrwert.

Ziele mit Sketchnotes

Aller Anfang ist schwer

Der Sketchnote-Kurs, der zunächst wie ein kreativer Ausflug wirkte, entwickelte sich bereits beim ersten Treffen zu der Feststellung: Da gibt es noch viel zu lernen! Doch zurück zum Anfang. Während eines Open Camps am OneTeamDay wurde das Thema Sketchnotes angebracht. Es fand sich schnell eine Gruppe quer durch alle Abteilungen, die sich mit dem Thema Sketchnotes langfrisitig beschäftigen wollte.

Bereits beim ersten Sketchnote-Treffen wurde uns allen klar, dass wir von einem Kurs zu diesem Thema hätten profitieren können. So fing unser Lehrpfad aus 12 Sprints Richtung „Sketchnote“ an. Anhand wöchentlicher Aufgaben und eines Miro-Boards zur gemeinsamen Reflexion konnten wir uns im Lehrprozess gegenseitig unterstützen.

Grundvoraussetzungen: keine. Man muss weder besonders gut zeichnen können, noch Vorerfahrung besitzen. Alle können Sketchnotes lernen und anwenden, wenn Motivation und Geduld vorhanden sind.

Schritt für Schritt zu Sketchnotes-Profis

Zu jeder selbst gesteuerten Lernphase gehörte die Formulierung von Zielen, mit welcher wir in der ersten Woche gestartet sind. Für jede weitere Woche gab es im Lehrpfad sowohl ein Fokusthema als auch eine Hausaufgabe, die jede*r für sich für das Weekly vorbereiten musste.

So konnten wir in letzter Zeit viele neue Aspekte zur Schrift, farblicher Gestaltung sowie Wichtigkeit eines gut durchdachten Layouts lernen.

Um Trainings und Workshops elegant aufzuwerten, fehlten uns noch ein ausreichendes Bildvokabular und ein individueller Wiedererkennungswerts. Dies konnten wir durch das spontane und intuitive Sketchen im Weekly Schritt für Schritt ausweiten. Ihr wärt überrascht davon, wie viel sich zeichnen und darstellen lässt, ohne tausende Icon-Bibliotheken im Vorfeld durchsuchen zu müssen!

Sketchnotes Basics
Das beste Team Sketchnotes

Kontinuierlicher Lernprozess

Dank dem gegenseitigen und kontinuierlichen Feedback zu unseren Bildern und unseren unterschiedlichen Interpretationen des Gezeichneten konnten wir uns alle verbessern. Auch die fortwährende Überprüfung von Zusammenspiel aus Bild und Text war ein Hauptthema in unseren Meetings. Wie viel Text braucht eine Sketchnote? An welcher Stelle passt es und an welcher nicht? Natürlich blieb auch eine Diskussion über das beste Tool nicht aus. Klassisch auf Papier oder doch digital auf dem Tablet?

Nicht nur unsere zeichnerischen Fähigkeiten haben von der wochenlangen Übung profitiert. Das Mitsketchen von Videos hat uns geholfen, uns später in Meetings auf die wirkliche Essenz des Gesagten zu konzentrieren und uns das auch besser zu merken. Laufende Workshops, Trainings und sogar Präsentation werden wir mit dem Neugelernten individueller gestalten und unterstützen können.

Und zum Schluss

Fazit Sketchnotes

Es lässt sich also festhalten, dass das Erstellen von Sketchnotes viel mehr als nur „ein bisschen malen“ ist. Sketchnotes dienen als Visualisierungstechnik, Ausdrucksform sowie Unterstützungstool und sind in jeder Hinsicht flexibel, wandelbar und vor allem individuell einsetzbar. Letztendlich können wir durch Sketchnoten unseren Arbeitsalltag, egal ob als Scrum Master*in oder Trainer*in bunter gestalten und besser ergänzen.

Und Du? Hast Du dich bereits mit dem Thema „Sketchnotes“ befasst?

Lena Schittler

Autorin

Lena Schittler
Praktikantin Human Resources