Women @it-economics: Stand your ground!

Nur 16,58% der Angestellten im Tech-Sektor sind Frauen (Honeypot, 2018). Für eine gesunde und zukunftsfähige Organisationsstruktur ist ein gesundes Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern von hoher Bedeutung. Aus diesem Grund hat die Initiative women@it-economics ein Event organisiert, um Frauen im Unternehmen zu stärken und zu fördern: Einen Tag lang durften wir uns von einer erfahrenen Trainerin coachen lassen, unsere Erfahrungen miteinander teilen sowie den Abend bei einem vorzüglichen bayerischen Dinner ausklingen lassen.

Das Thema des diesjährigen Coachings, welches bereits im dritten Jahr stattfand, lautete „Stand your ground“. it-economics Kolleginnen wurden dabei im Einnehmen und Verteidigen ihres Standpunkts unterstützt, um sie in einer männerdominierten Branche langfristig stärker und selbstbewusster zu machen.

Lernziele waren unter anderem, einen ‚guten Stand‘, bzw. eine gute innere und äußere Haltung, -beizubehalten, der essenziell für Präsenz, Effektivität und Beziehungen ist. Dabei wurde an drei Kernbausteinen gearbeitet:

 

  • Erkennen und Üben eines ‘guten Standes’ (d.h. eine hilfreiche innere und äußere Haltung)
  • Verstehen der Dinge/ Trigger, die einen aus dem ‘guten Stand’ herausholen sowie Verstehen der Symptomatik
  • Entwicklung und Üben von Möglichkeiten, wieder in eine gute innere und äußere Haltung zurückzukehren, um effektiv und präsent zu sein

 

 

Finde Deinen guten Stand: Eine aufrechte Haltung trägt zu Selbstsicherheit bei.

Zu Beginn sollten wir eine gute äußere sowie innere Haltung erkennen. Hierzu haben wir einen festen und selbstbewussten Stand kennengelernt. Eine gute äußere Haltung trägt viel zur Außenwirkung bei und unterstützt dabei, selbstsicher zu wirken. Aber was ist eine gute äußere Haltung? Als Kinder haben wir diesen Satz wahrscheinlich zahlreiche Male gehört und sollten uns diesen wieder ins Gedächtnis rufen: Eine gute Haltung ist ein aufrechter Stand ohne hängende Schultern mit dem Blick geradeaus.

Nach der Verinnerlichung dieser äußeren Haltung haben wir uns der guten inneren Haltung zugewandt. Hierzu haben wir uns mit unserem eigenen Werteverständnis befasst. So sollte jede Teilnehmerin für sich einen besonders wichtigen Wert (Fairness, Loyalität, etc.) identifizieren und diesen mit Hilfe eines guten äußeren Standes selbstbewusst den anderen Teilnehmerinnen präsentieren. Je öfter diese Werte vor anderen Teilnehmerinnen ausgesprochen wurden, je selbstsicherer wurde auch unsere äußere Haltung.

Behalte Deinen guten Stand bei: Definiere Deine eigenen Trigger.

Der zweite Teil zielte darauf ab, Situationen zu analysieren, in denen wir aus einem ‚guten Stand‘ geholt werden. Was sind hier unsere Trigger? Ist es die Angst vor den Reaktionen der Diskussionspartner beim Vertreten des eigenen Standpunktes oder ist es ein allgemeines Streben nach Harmonie? Dies sind nur zwei Beispiele, die uns aus dem Gleichgewicht bringen können. Die nächste Übung bestand darin, auch Trigger zu analysieren, die einen ‚guten Stand‘ fördern. Dies kann beispielsweise eine respektvolle Atmosphäre oder ein Gespräch auf Augenhöhe sein.

Finde wieder in Deinen guten Stand: Durchatmen hilft.

Im Anschluss lernten wir Möglichkeiten kennen, wie wir wieder in eine gute innere und äußere Haltung zurückzukehren und präsent sein können, nachdem uns ein Trigger aus dieser Haltung herausgeholt hat. Ein einfacher Trick ist einmal tief durchzuatmen und sich auf das zu besinnen, was man gerne sagen möchte.

Fazit & Take away

Sowohl bei it-economics als auch auf meinem Kundenprojekt ist das Vertreten der eigenen Meinung nicht nur erwünscht, sondern wird auch sehr geschätzt. Was habe ich persönlich aus dem Training mitgenommen? Die Trainingsinhalte haben mir gezeigt, meine Außenwirkung beim Vertreten meiner Meinung besser einzuschätzen. Weitere „Aha-Momente“ waren für mich, meine persönlichen Trigger, die mich aus einem ‚guten Stand‘ holen, zu identifizieren und zu verstehen.

So ein Coaching kann ganz schön anstrengend sein. Daher haben wir im Anschluss den Tag gemütlich mit einem typisch bayrischen Abendessen gemeinsam ausklingen lassen. Eine besonders schöne Erinnerung an das Event ist ein Armband, welches einige der Kolleginnen vorab für die Teilnehmerinnen erstellt und verpackt haben.

Autor: Julia Moritz