Wie man eine agile Organisation formt – neue Studie von Forbes Insights und der Scrum Alliance

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Spätestens mit dem Erfolg des Internets und der folgenden Disruption unterschiedlichster Wirtschaftsbereiche ist Agilität in aller Munde. Nur wer Veränderungen erkennt, diese schnell adaptiert und kontinuierlich Kundennutzen liefert, bleibt am Markt bestehen. Dazu müssen Unternehmen schnell und wendig sein. Agile Frameworks wie Scrum, Kanban & Co. versprechen, dies möglich zu machen. So schlank diese Frameworks dabei sind, so anspruchsvoll sind sie in der täglichen Umsetzung, da sie meist eine starke Veränderung von etablierter Arbeitsweisen, Abläufen und Organisationsformen bedeuten.

Welche Bedeutung wird Agilität in führenden Unternehmen weltweit heute tatsächlich beigemessen? Wie hängen Erfolg und Agilität zusammen und wie weit sind diese Unternehmen auf dem Weg zu mehr Agilität gekommen? Diesen Fragen sind die Scrum Alliance und das Marktforschungsunternehmen Forbesinsights nachgegangen und haben Mitte September 2018 die Ergebnisse einer weltweiten Studie veröffentlicht. In der Studie wurden über 1.000 C-Level Manager aus unterschiedlichen Branchen zu den oben erwähnten Fragenkomplexen interviewt. Die Hälfte der befragten Manager stammt aus Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 100 Mio. und 1 Mrd. US-Dollar, die andere Hälfte aus Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 1 Mrd. US-Dollar.

Die aus meiner Sicht interessantesten Ergebnisse der Studie „The Elusive Agile Enterprise“ habe ich hier kurz zusammengefasst:

  • Organisationen nehmen zunehmend den Wert von Agilität zur Kenntnis, vier Fünftel der in der Studie Befragten gaben an, dass Agilität einer der wichtigsten Charakteristiken erfolgreicher Organisationen ist.

  • Als die größten Gewinne agiler Transformation schätzen die Befragten schnellere Time-to-Market, schnellere Innovationen und verbesserte nicht-finanzielle Ergebnisse ein.

  • Viele Organisationen adaptieren Agilität nur ad-hoc, z.B. in einzelnen Projekten. Um wirklich einen nachhaltigen Einfluss zu haben, müsste Agilität aber unternehmensweit angenommen werden.

  • Das C-Level / Management-Level spielt eine besonders wichtige Rolle dabei, Agilität voranzutreiben – vier von fünf Befragte gaben an, der CEO müsse der größte Treiber einer agilen Organisationen sein.

  • Nicht alle nehmen Agilität gleich an: Vor allem altgediente Mitarbeiter stehen dem Wandel meist skeptisch oder ablehnend gegenüber und stellen die größte Herausforderungen für den Wandel dar.

  • Kontinuierliche Schulung der Mitarbeiter und ständige Aufmerksamkeit sind von zentraler Bedeutung, um aus dem agilen Framework eine Management-Strategie zu machen.

  • Die Unternehmenskultur ist einer der entscheidenden Schlüssel für den Erfolg von Agilität. Eine für Agilität förderliche Unternehmenskultur zeichnet sich dabei dadurch aus, das Mitarbeiter ermutigt werden, Neues auszuprobieren und ein Scheitern dabei als Möglichkeit schnell zu Lernen aufgefasst wird („fail early and learn fast“).

  • Viele Organisationen reduzieren Hierarchien in der Hoffnung Agilität zu erreichen, übersehen aber, dass das Enablement von Teams im Zentrum steht, nicht Organisationscharts.

  • Als die drei wichtigsten Faktoren für den Erfolg für agile Transformationen identifiziert die Studie: Erwerben von Expertise in Agilität, Unterstützung durch das Management-Level, ein gesunder Mix von Fähigkeiten und eine Unternehmenskultur, die der Agilität freundlich gegenübersteht.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie können hier eingesehen werden: www.scrumalliance.org/forbes

Falls sich auch ihr Unternehmen auf den agilen Wandel vorbereitet: it-economics hilft auf dem Weg zu Agilität, mit Coaching und Trainings vom ersten persönlichen Einblick bis zur unternehmensweiten Skalierung sowie mit Beratern und Software-Entwicklern bei der agilen Produktentwicklung.