Certified ScrumMaster® (CSM) – Ein Erfahrungsbericht

Als neue Mitarbeiterin der it-economics durfte ich zum Einstieg in die Welt des agilen Projektmanagements ein Training zum Certified ScrumMaster® (CSM) absolvieren.  Was Scrum mit agilem Projektmanagement zu tun hat und wie ich das Rahmenwerk in der Praxis effektiv anwende, das und vieles mehr habe ich in zwei intensiven und praxisnahen Trainingstagen in München gelernt.

Jeder Entwickler hat „Scrum“ schon einmal gehört und auch für klassische Projektmanager ist „Scrum“ längst kein unbekanntes Buzzword mehr. Aber was zeichnet Scrum im agilen Projektumfeld aus und was sind die konkreten täglichen Aufgaben eines ScrumMasters? Ein vorab bereitgestelltes eLearning zur Trainingsvorbereitung half mir und den übrigen Teilnehmern eine gemeinsame Wissensgrundlage zu schaffen, erste Fragen zu klären und einen groben Eindruck zu den bevorstehenden Lerninhalten zu gewinnen. Am 21. März 2018 um 09:00 Uhr startete ich dann, gemeinsam mit 13 weiteren Teilnehmern, in den ersten Trainingstag – eine bunt gemischte Gruppe mit unterschiedlichem fachlichen Background und verschiedensten Erfahrungen, Fragen sowie Ideen rund ums Thema Scrum. Gemeinsam und mit tatkräftiger Unterstützung der beiden erfahrenen Trainer Sabine Canditt (Certified Scrum Trainer) und Pascal Gugenberger (Certified Scrum Professional) gelang es uns in den folgenden zwei Tagen, ein tiefes Verständnis für die Werte und Prinzipien des Scrum-Frameworks aufzubauen.

Frontalunterricht – Fehlanzeige:

Bereits die klassische Kennenlernübung in Interview-Form zu Beginn der Veranstaltung diente dazu, spannende Erkenntnisse zu Scrum zu liefern: wir organisieren uns selbst, wir arbeiten timeboxed, wir präsentieren Ergebnisse, wir dokumentieren einheitlich, wir kommunizieren face-to-face uvm.

Die folgenden zwei Tage waren durchzogen von…

… interaktiven Gruppenaufgaben, zum Beispiel beim gemeinsamen Erarbeiten der Scrum-Events. Bei jeder Übung wurden die Teams neu zusammengewürfelt, wodurch stets neue Diskussionen angeregt, weitere Ideen eingebracht und offene Fragen gestellt wurden.

… Ergebnispräsentationen vor den übrigen Teilnehmern als Übung für richtiges und verständliches Kommunizieren und Visualisieren.

… Rollenspielen, beispielweise als Moderations- und Kommunikationsübung beim Impro-Daily Scrum:  Jedes Gruppenmitglied durfte in die Rolle eines Scrum-Teammitglieds schlüpfen, wobei den ScrumMaster die ein oder andere Überraschung erwartete.

… reichhaltiger Verpflegung aller Teilnehmer: Neben einem kleinen Frühstück, dem gemeinsamen Mittagessen sowie einer Kaffee-Pause mit Kuchen, wurden wir täglich bestens versorgt mit allerlei Getränken und Snacks für die kleinen Pausen zwischendurch.

… einer professionellen Unterstützung, Moderation und Koordination durch die beiden Trainer. Sabine und Pascal ergänzten sich perfekt und konnten aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung offene Fragen beantworten sowie spannende Einblicke in die Scrum-Praxis geben. Sie nutzten alle verfügbaren Visualisierungsmöglichkeiten, so dass jeder Teilnehmer ein Fotoprotokoll der Veranstaltung als individuelles Nachschlagewerk für den Alltag mit nachhause nehmen konnte.

Fazit

Wie kann ich das Gelernte nun in der Praxis in IT- oder gar Non-IT-Projekten umsetzen? Eines wurde mir in den beiden Tagen klar: ScrumMaster- Theorie kennen und verstehen und erfolgreicher ScrumMaster sein, dazwischen liegen immer noch Welten. Daher heißt es für mich nun erstmal Erfahrung sammeln in der Praxis. Durch das zweitägige Training zum ScrumMaster fühle ich mich darauf perfekt vorbereitet und ich freue mich auf die Herausforderungen, die mich in meinem neuen Aufgabenbereich erwarten, wenn ich Theorie und Praxis im Projekt verbinde und dabei von den Erfahrungen meiner Kollegen profitieren kann.