Punkt, Punkt, Komma, Strich

Powerpoint-Präsentationen mit massenhaft Inhalt und seitenlange Textprotokolle, die sich am Ende doch niemand mehr durchliest – jeder kennt sie, jeder liebt sie. Doch wie sehen die Alternativen aus? Kaum leserliches Scribble auf einem Flipchart: Die Schrift krakelig und zu klein, die visuelle Darstellungen meist unpassend und viel zu schrill – falls überhaupt vorhanden.

Wir wollten das besser machen und tauchten daher für zwei Tage in die Welt der Visualisierung mit Hilfe von  bikablo® ein. Am Ende des Workshops sollten wir in der Lage sein, komplexe Prozesse und vermeintlich komplizierte Sätze und Gedanken in sehr kurzer Zeit visuell darzustellen. Doch wie ein kleines Kind, das Laufen lernt, fingen wir ganz von vorne an.

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Visualisieren lernen ohne zeichnerisches Talent

Zu Beginn des Workshops stellten wir uns gegenseitig mit Zeichnungen der ganzen Gruppe vor. Hier zeigten sich bereits die unterschiedlichen künstlerischen Fähigkeiten, über die die Teilnehmer verfügten. Also widmeten wir uns nach einer kurzen theoretischen Einführung der Stifthaltung und den Grundformen: Punkt, Strich und Halbkreis. So banal es klingt, alle weiteren Symbole, die wir im Laufe der zwei Tage kennenlernen sollten, bestanden genau daraus: Punkt, Strich und Halbkreis.

Innerhalb von zwei Tagen lernten wir laufen (und einige schreiben) – und waren begeistert von unseren Fortschritten in kürzester Zeit. Auf einmal bewegte sich eine Kugel in eine bestimmte Richtung, Figuren interagierten und zeigten Emotionen und wir stellten grafisch Sätze dar, wie: „Die Konferenz findet bei it-economics statt“. Die Schrift wurde leserlich, Container gaben eine Struktur vor und Farbe setzte gezielt Akzente.

Der Schatten – Dein Freund und Helfer

Neben zahlreichen Piktogrammen und Figuren, Layout-Templates,  Pfeilen und  unterschiedlichen Containern war der Schatten eines der wichtigsten Tools, die wir kennenlernten. Eine Zeichnung – und war sie noch so gut – wirkte erst mit Schatten vollständig.

Alles eine Frage der Perspektive

Nach dem ersten Tag waren wir alle mehr oder weniger mit dem gleichen Werkzeugkasten ausgestattet. Und doch waren unsere Arbeiten sehr unterschiedlich. Es war spannend zu sehen, wie Sätze wie „Es wird schon gut gehen“ oder „Ich bin im Stress“ von jedem sehr unterschiedlich interpretiert und individuell dargestellt wurden.
In unseren Abschlussarbeiten stellten wir ein Thema unserer Wahl anschaulich dar und konnten zeigen, was wir in den zwei Tagen gelernt hatten. Stolz wurden Themen wie Relegation und Shuhari, das „Kleidungs-Dilemma“ und ein Recruiting-Prozess präsentiert.

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Glücklich sind wir am Ende der Schulung mit unserem Starterpaket nach Hause marschiert und haben uns vorgenommen, Powerpoint und Co. den Kampf anzusagen - für mehr Spaß und Kreativität sowie Übersichtlichkeit und Struktur in der Arbeit.