Rückblick: Atlassian Summit und AtlasCamp 2017

Atlassian Summit 2017 Barcelona

Kaum hat man sich eingelebt, ist es dann auch schon wieder vorbei. Das war derAtlassian Summit inkl. AtlasCamp 2017:

Es hieß wieder "team-up" und somit sandten wir schon das dritte Jahr in Folge eine Gruppe des Value Streams Atlassian zum Atlassian Summit, der erstmalig in Europa stattfand, nach Barcelona. Zusammen mit dem Summit fand auch das Entwicklerevent AtlasCamp im direkten Anschluss statt. First things first:

Einige Stunden, nachdem die Expo Hall ihre Türen öffnete, ging es los mit dem ersten festen Programmpunkt: der ersten Summit Keynote auf europäischem Boden. Co-Founder Scott Farquhar stellte die Bedeutung Europas für Atlassian heraus, präsentierte Atlassians 'pledge 1%' charity Programm, an dem seit neuestem auch it-economics teilnimmt, und überließ dann die Bühne Trello-CEO Michael Pryor, der das jüngste Mitglied der Atlassian-Familie vorstellte.

Innovative Ideen für Atlassian-Tools

Inhaltlich handfest ging es in den zahlreichen Break-Out-Sessions zu Gange. Man konnte von innovativen Ansätzen zur Nutzung der Atlassian-Tools erfahren, etwa für die Koordination eines Projekts im Energiesektor Norwegens, wo ReSight die Umrüstung vom guten alten Stromzähler auf den besseren neuen Smart Meter begleitete und dabei mit ungenauem Kartenmaterial in dünn besiedelten Gebieten zu kämpfen hatte. Oder vom kreativen Wissenschaftsaussteller Archimedes aus Berlin, der Atlassian-Produkte erfolgreich einsetzt, obwohl extrem strikte Terminvorgaben ein wirklich agiles Vorgehen unmöglich machen.

Auch für die Praxis war einiges geboten: Adaptavist-CTO Dan Hardiker gab seine Performance-Tuning-Kniffe preis, in anderen Vorträgen konnte man 'Black Belt Tipps' für JIRA Software erfahren oder wie Atlassian sich trotz Wachstum seine Agilität bewahrt. Natürlich gab es Interessantes zu Atlassians Neuzugang Trello: Unter anderem wurden Trellos Plugins (Power-Ups), Einsatzmöglichkeiten und Business Opportunities vorgestellt. Unser Kollege Stefan Knecht bot mit seinem Vortrag 'the key to great teams' eine Einführung ins Human Operating System und stieß damit auf äußerst positive Resonanz.

Der Summit 2017 endete mit seinem traditionellen Stimmungshoch, dem 'Bash', welcher die Beats von DJ Kanban mit viel Nerd-Kultur und ein wenig katalonischem Flair verschmolz. Schon davor hatten alle Atlassians Gelegenheit, sich in Fahrt zu bringen: In der ShipIt live kürte das Publikum den Gewinner von Atlassians Hackathon: k15t's Confluence Add-On Bobble Heads, das den Cursor im Collaborative-Editing-Modus in einen Video-Chat verwandelt.

Solution Partner Get-Together über den Dächern Barcelonas

Eine (gewonnene) Wette ergab den willkommenen Anlaß, die großzügig geschnittene Dachterrasse unserer Unterkunft im Zentrum von Barcelona zu einem Get Together mit befreundeten Solution Partnern zu nutzen. Hierzu stellten wir ein paar Bier kalt und genossen zusammen einen netten Abend über den Dächern Barcelonas.

Bei so einer Dachterrasse fällt einem der Gang ins Bett natürlich schwer und auch nach dem Bash saßen wir noch auf ein letztes Getränk auf der Terrasse zusammen und ließen den vergangenen Tag Revue passieren.

Partner Day und Atlas Camp: Eine neue Dokumentation für den Atlassian SDK(!)

Das Aufstehen am nächsten Morgen fiel keinem von uns so richtig leicht und somit ging es zumindest bei mir mit leichter Verspätung auf zur Keynote des Partner Day und AtlasCamp 2017. In einem gemütlichen Rahmen wurden die kommenden Neuheiten und Baustellen der Atlassian SDK sowie News im Solution Partner Bereich präsentiert. Neben weiteren Interessanten Ankündigungen zu Trello und der neuen Bitbucket Version blieb uns Techies vor allem ein ersehnter Satz in Erinnerung:

"We will improve our documentation and tutorials!".  Unsere tiefsten Sehnsüchte sind also erhört worden.

Im Solution Partner Bereich ist vor allem der Umsatz von 250 Millionen Dollar durch den Marketplace zu erwähnen - Ansporn und Anlass für Atlassian, ihr Ecosystem in Zukunft noch mehr wertzuschätzen. Gesagt, getan und somit wurde der neue Vice President of Ecosystem Max Mancini vorgestellt, der langjährige Erfahrungen im Retail bei Apple aufweisen kann.

Anschließend verteilten sich unsere drei Techies über die vier Tracks: "Build Add-Ons", "Best Practices", "Advanced Techniques" und "Grow Your Add-On Business", aus denen sie sich einen individuellen Zeitplan erstellen konnten und sich über die neuesten Tipps und Tricks von der Config bis hin zum SDK weiterbilden konnten.

Selfie it-economics Chris Darroch

Durch die Hoffnung, demnächst auf eine überarbeitete Dokumentation zugreifen zu können, ging es mit guter Laune zu den AtlasCamp Sessions. Dabei ist vor allem der Vortrag von Chris Darroch im ersten Slot in Erinnerung geblieben, der sich mit der Einbindung von Technologien wie Node.js, Gulp und Webpack in die Front-End-Entwicklung von Server-Add-ons befasste. Aufgrund der Tatsache, das diese Themen uns schon einige graue Haare gekostet haben, nahmen wir die Möglichkeit einer 1:1 Session zum direkten Austausch mit den Atlassians wahr und holten uns wertvolle Tipps zum Einsatz von Java Script in Server-Add-ons. Und wie ein Wunder, welcher Atlassian-Mitarbeiter wurde uns zugeteilt: Chris Darroch. Aus den veranschlagten 20 Minuten wurden schnell 30 und das zentrale Thema des Austausches lässt sich mit dem Einsatz von React in der UI von Server-Add-ons zusammenfassen. Weiter im Schedule ging es mit einigen Regeln für die Entwicklung von JIRA-Add-ons und den neuen Design Guidelines von Atlassian (ADG 3). Zuletzt erhielten wir noch einen kurzen Einblick in die Entwicklung eines Server-Add-ons, wie auch in die von Trellos Power-Ups. Mit einer Happy Hour endete dann auch schon der letzte Tag und man sprach beim Genuss leckerer Tapas mit den Kollegen und anderen Besuchern über die Erlebnisse der vergangenen Tage - und hey, ist das nicht wieder Jay Simons? Also hieß es wie im letzten Jahr noch einmal: "Smile", bevor es wieder zurück zu unserer Unterkunft ging. 

Confluence Connect, Add-ons, ein Chatbot für Hipchat & Saying Goodbye

Der letzte Summit Tag brach an, und auf dem Plan stand zunächst "React for Re-use", in dem wiederverwendbare Confluence Connect Erweiterungen unter der Verwendung von React vorgestellt wurden. Anschließend führte der Co-Founder von ThinkTilt seinen Lösungsweg vor, gleichzeitig Add-ons auf Server und Cloud Instanzen unter der Verwendung von Docker zu deployen. Der dritte Programmpunkt brachte uns die Denkweise der Benutzer näher und wie uns diese hilft, eine bessere Qualität und Testabdeckung in unseren Add-ons zu erreichen. Nach der Mittagspause ging es gleich weiter im Programm mit dem Bau eines selbstlernenden Chatbots für HipChat, was für ein spannendes Programm. Doch findet alles irgendwann sein Ende und so hieß es für uns nach vier interessanten und lehrreichen Tagen Abschied vom Atlassian Summit zu nehmen. Wir bedanken uns für die freundlichen Gespräche, die abwechslungsreichen Vorträge und das nette Ambiente und freuen uns schon auf den nächsten Atlassian Summit Europe im September nächsten Jahres - hola de nuevo en Barcelona!

Und hier noch ein paar Outtakes - klicke-di-klickst-du!