Von München nach Kalifornien: Alles rund um den Atlassian Summit 2016 in San José – Part 1

Letzte Woche fand der Atlassian Summit 2016 in San José statt, die Hausmesse von Atlassian. Wir sind bereits am Samstag geflogen, um uns noch etwas zu akklimatisieren und das Silicon Valley zu erkunden.

Die Atlassian-Familie trifft sich

Zum Auftakt am Montag ging’s zunächst zur Registrierung ins San José Convention Center. Insgesamt waren über 3200 Besucher aus 35 Ländern vor Ort. An den ersten beiden Tagen der Konferenz wurden zahlreiche halb- bis zweitägige Trainings angeboten, von Produktschulungen und Vorbereitungskursen zu den neuen Atlassian-Zertifizierungen bis hin zu klassischen Scrum-Schulungen. Am Abend fand dann die Partner Awards Ceremony statt, bei der Top-Performer unter den Atlassian Experts in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurden.

Am zweiten Tag und vor den eigentlichen beiden Konferenztagen fand dann der Partner Day statt. Dort bekommen die Atlassian Experts exklusive Informationen und Einblicke in kommende Produktfeatures und Strategien sowie Infos zur zukünftigen Gestaltung des Partnerprogramms. Dort wird sich zum Jahreswechsel einiges ändern - leider sind wir am Abend geblitzdingst worden und ich habe schon wieder alles vergessen ;) 

Aus Startup wird börsennotiertes Unternehmen

Den Dienstag rundete der CEO Fireside Chat ab, bei dem die beiden Co-CEOs Scott Farquhar und Mike Cannon-Brookes von Jay Simons, dem President von Atlassian, zu aktuellen Strategien interviewt wurden. Beide haben Atlassian vor 14 Jahren mit 10.000 USD Startkapital gegründet. Atlassian hat mittlerweile 2000 Mitarbeiter an 8 weltweit verteilten Standorten. Ein Highlight im vergangenen Geschäftsjahr war sicherlich der Gang an die Nasdaq unter dem Kürzel TEAM, was auch eines der Firmenmottos widerspiegelt: it's all about teams.

Wie geht es weiter mit Atlassian?

War im vergangenen Jahr noch eine recht starke Fokussierung auf die Produktpalette zu spüren, stand dieses Jahr das Thema Teamwork und wie Teams noch erfolgreicher werden können, stärker im Mittelpunkt. Tools können helfen, sind aber nur ein Baustein - mindestens ebenso wichtig sind kulturelle Aspekte, weshalb es erstmals einen eigenen Track 'Team & Culture' gab. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle das Team-Playbook, eine Methodensammlung, die Teams helfen soll, mittels eines Team Health Monitors ihre Schwachstellen zu identifizieren, die dann mittels speziell darauf zugeschnittenen Werkzeugen, den sogenannten Team Plays, adressiert werden. Der Terminus 'Play' ist an dieser Stelle bewusst so gewählt - Teams können damit ‚spielen‘ und experimentieren, um ihre Performance zu verbessern. Der Spaßfaktor darf dabei schließlich auch nicht zu kurz kommen. Apropos Spaß: Der Börsengang wurde mit einer 20 USD - Flasche Spumante gefeiert... :)

Ein Prozent für die gute Sache

Einen wichtigen Platz bei praktisch jedem Auftritt der beiden Chefs nimmt auch ihre Stiftung Pledge 1% ein, die Atlassian gemeinsam mit Salesforce ins Leben gerufen hat. Die Idee dahinter ist, dass die beteiligten Unternehmen 1% vom Produkterlös, Eigenkapital, Ertrag und/oder Mitarbeiterzeit für karitative Zwecke spenden. Mittlerweile haben sich schon über 1000 Unternehmen an der Initiative beteiligt und schon bald wird hoffentlich mit der it-economics ein weiteres dazukommen. Mehr Infos unter: http://pledge1percent.org/